Philosophie. Ein abstrakter, vieldeutiger Begriff. Laut Duden: „Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, das Wesen der Welt und die Stellung des Menschen.“ Abgeleitet aus dem Griechischen: philos (Liebe) und sophia (Weisheit). Schon die Herleitung trägt Sanftheit und Schönheit in sich und erzeugt eine liebevolle Wärme in mir.
Gleichzeitig ist mir bewusst, dass Philosophie auf viele Menschen abweisend wirkt: schwer zugänglich, mit dichten Texten, scheinbar ergebnislos. Doch Ergebnisse sind nicht ihr Zweck. Philosophie beginnt im Kleinen. Sie lebt in unseren Gedanken, unserer Freiheit, unserer Liebe und unserem Streben nach Erkenntnis.
Was könnte wertvoller sein, als diese Erkenntnisse zu teilen?
Meine Faszination gilt sowohl den klassischen westlichen Denkern wie Kant, Schopenhauer oder Marc Aurel, als auch fernöstlichen Werken wie dem Tao Te King, Die Kunst des Krieges oder dem Hagakure. Im Kern geht es mir immer um das Hinterfragen von Maximen, Regeln und Betrachtungsweisen – und genau hier liegt der Bogen zu den anderen Themen dieser Seite: Alles mündet in das Thema Perspektiven.
Perspektiven funktionieren nicht nur in eine Richtung – vom Betrachter zur Betrachtung –, sondern dual. Durch den Wechsel unserer Perspektiven verändert sich unser Blick auf die Welt und zugleich unser Verständnis von uns selbst. Dieses Wechselspiel ist eine Kunst für sich. Es ist nicht immer leicht. Manchmal verlieren wir uns darin, doch genau in diesem Maß birgt es die Möglichkeit zu Erkenntnis und Weisheit – und spiegelt zugleich die Dualität in sich selbst wider.
Eine meiner grundlegendsten Erkenntnisse ist: Es liegt in der menschlichen Natur, nach Perfektion zu streben, obwohl Perfektion niemals erreichbar ist. Das mag melancholisch wirken – doch gerade die Melancholie ist einer der wundervollsten Spiegel für Schönheit und ein Inbegriff für das Wechselspiel der Widersprüche im Leben.
Warum ist Perfektion unerreichbar? Weil alles im Fluss ist: Menschen, Zeit, Raum, Veränderung. Ein fester Punkt der Perfektion kann in einer Welt, die sich stetig wandelt, nicht existieren. Und dennoch ist das Streben danach sinnvoll: Es gibt uns Orientierung, ein Leitbild, das uns motiviert, das Beste in uns hervorzubringen und uns zu unseren besten Versionen zu entwickeln.
Vielleicht erscheint dies traurig – niemals fertig zu werden, immer weiter zu streben –, doch im Gegenteil: Es ist das Wesen des Menschseins. Jeder Moment ist eine Entscheidung, eine Möglichkeit, ein Weg. Herausforderungen erschweren das Leben nicht nur, sie schenken uns die Chance zu wachsen. Würde die Perfektion erreicht, würde Bewegung und Streben enden – das Leben selbst würde in seiner Essenz stillstehen.
Dieses Gleichgewicht, dieses ständige Wechselspiel von Perspektiven und Bewegungen, findet sich überall: in der Natur, im Universum, in unserer Gesellschaft, in uns selbst.
Ich lade dich ein, diese Gedanken mit mir zu teilen – über philosophische Werke, alltägliche Betrachtungen oder auch außergewöhnliche Ideen. Folge meinen Auseinandersetzungen hier oder auf YouTube. Vielleicht entstehen daraus gemeinsame Projekte oder neue Perspektiven – bereit, die Welt ein kleines Stück zu verändern?
Euer
Bassing Ben

